Auf den Spuren der Vergangenheit
Wir, die Sozialassistenten 08/1 und 08/2, besuchten am 5.05.2009 das Konzentrationslager Buchenwald.
Auf der sogenannten "Blutstraße", die von den Häftlingen unter unmenschlichen Bedingungen erbaut wurde, fuhren wir direkt in die Gedenkstätte.
In einem Einführungsfilm erfuhren wir, wie die Menschen auf grausame und brutale Art und Weise ausgebeutet und behandelt wurden. Von 1937-1945 wurden in Buchenwald und seinen Außenlagern 250 000 Menschen aus 50 unterschiedlichsten Gründen gefangen gehalten. Es einte sie alle die Verfolgung durch das Naziregime: politische Gegner, Juden, Sinti und Roma, sogenannten Asoziale, Homosexuelle, Christen, Zeugen Jehovas u.v.a.
Als wir durch das Lagertor, mit der Innenschrift "Jedem das Seine" gingen, konnte man die Betroffenheit in allen Augen sehen, wie hämisch klingen diese Worte und wie hart bestimmten sie den Alltag der Häftlinge.
Auf den ehemaligen Appellplatz hat man eine warme Stahlplatte eingelassen, die die Körpertemperatur aller in Buchenwald leidenden Häftlinge symbolisierten soll. Die Platte mit den Namen der Nationen hat das ganze Jahr die gleiche Temperatur, was uns tief beeindruckte.
Frau Kamieth-Selinger brachte uns nah, auf welch engem Raum die Häftlinge leben mussten, indem wir uns auf einen Grundriss einer Baracke stellten. Als die 40 Schüler darauf standen, merkte man, wie wenig Platz die Häftlinge hatten und somit auch nie Privatsphäre. Am Ende der Gedenkstättenexkursion waren wir alle froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben, in der die Rechte von Menschen nichts zählten.
Für uns ist es unfassbar, wie heute rechtsextreme Jugendliche immer noch für die Ideale der Nazizeit eintreten können!
Von Isabell Winkel und Viktoria Böhm



