Der Widerstand
Es gab in unserem Land
ein mutiges Mädchen, sehr bekannt.
Sie hieß Sophie Scholl,
heute finden sie fast alle toll.
Sie kämpfte für den Widerstand
und knüpfte für den Frieden ein erstes Band.
Ihr Bruder und noch ein Paar andre Leute,
waren eine clevre Meute.
Flugblätter teilten sie aus,
verschwanden dann schnell wieder in ihrem Haus.
Doch eines Tages stellte man sie,
entkommen konnten sie nicht mehr, nie.
Sophie und ihr Bruder standen zu ihrer Tat,
doch andere dachten es wäre Verrat.
Sie kamen vor Gericht,
versuchten es ansatzweise mit ihrer Geschicht.
Langsam sahen es manche ein,
doch ein Feind Hitlers wollte niemand sein.
Sophie und ihr Bruder versuchten weiter zu überzeugen,
doch man wollte sie mit aller Macht beugen.
Sophie kämpfte und war mutig wie nie,
doch am Ende verurteilte man sie.
In ihren Zellen saßen sie nun
und konnten nichts mehr tun.
Sophie weinte niemals vor andren Leut,
dafür ehren wir sie heut.
Sie bereuten nie ihre Tat,
weder vor Freunden noch vor dem Rat.
Doch am Ende wie man sieht,
wie es in der Welt geschieht,
sterben die Unschuldigen.
Die Bösen leben weiter, heiter.
Doch für uns ist wichtig:
es war richtig.
Sie gingen in die Geschichte ein,
als starker Bruder und tapferes, kämpfendes Schwesterlein.
Carolin Ebert KIP04/1
Argumentationstraining
Fremdenfeindliche Symbolik - Extreme Musikrichtungen
Wir fanden den Vortrag von Katrin Schuchart sehr interessant und informativ. Sie war offen und umgänglich mit uns. Katrin konnte alle Fragen die von uns gestellt wurden umfassend beantworten. Auch in den Pausen stand sie für weitere Gespräche zur Verfügung. Wir würden uns über weitere Projekttage mit Katrin sehr freuen. Da es sehr aufschlussreich war. Doch leider ging der Tag schnell vorbei!
Nochmals vielen Dank von
Dagmar Kolditz, Franziska Schulze, Stefanie Mohr, Jana Richter aus der SOA 04/1.
Kombat 16
Inhaltsangabe
Im Rahmen der Thüringer Schulfilmtage sahen wir uns am 22. November 2005 im Kino der Film Kombat 16 an. Dieser beschäftigte sich ausführlich mit dem Thema Rechtsradikalismus in den neuen Bundesländern. Georg Baumann, ein intelligenter Junge und erfolgreicher Sportler in einem, Taekwondo - Club, muss mit seinem alleinerziehenden Vater von Frankfurt am Main nach Frankfurt an der Oder ziehen. Für ihn ein einschneidendes Erlebnis in seiner Jugend. Er muss alle seine Freunde aufgeben und sieht seine neue Heimat als eine graue Zonenstadt mit Neubauten und vielen Arbeitslosen. In der Schule ist die erste Frage, die ihm als "Neuen" gestellt wird: "Rechts oder Links?" . Schnell wird er von allen als "Wessi" abgestempelt und verschafft sich schon am ersten Tag Respekt durch eine Schlägerei mit der rechtsradikalen Clique, von der die Schule regiert wird. Redeführer dieser paar Jungs ist der 16-jährige Thomas. Er ist eigentlich klug und sucht in der rechtsradikalen Propaganda nur einen Halt. Nach außen hin begründet er seine Ablehnung gegen Ausländer damit, dass er sich sein Vater mit einer "polnischen Schlampe" aus dem Staub gemacht hat. Doch in Wirklichkeit steckt eine tiefe Unsicherheit hinter seinem Verhalten. Dies zeigt sich als Georg die rechtsradikalen Phrasen und Einstellungen in Frage stellt. Georgs Frust wird jedoch von Tag zu Tag größer. Er darf nicht zur hessischen Taekwondo -Landesmeisterschaft in Hessen antreten, da ihn sein Vater vom Club abgemeldet hat. Seine eigentliche Freundin Jasmin meldet sich kaum noch und als er sie überraschend besucht, sieht er sie mit einem anderen Jungen zusammen. So kommt es, dass Georg in seiner Verzweiflung mehr und mehr in die rechte Szene hineinrutscht. Der "seriöse" Neonazi Daniel organisiert in Frankfurt / Oder das rechte Lager. Er ist 28 Jahre und erfahren in der Szene. Somit weiß er auch, wie man Jugendliche mit den richtigen Parolen zu eigenen Zwecken beeinflussen kann. Zwar steht er Georg skeptisch gegenüber, da er merkt, dass dieser nicht gedankenlos alles mitmacht. Trotzdem lässt er ihn an ihren Veranstaltungen teilnehmen, aber lässt ihn nicht aus den Augen. Auch Thomas` andere Freunde sind nicht begeistert von Georg. Seit Thomas mit ihm Taekwondo trainiert - angeblich um besser kämpfen zu lernen - hat er für Philipp und Reiko weniger Zeit und sitzt nicht mehr so viel mit ihnen in der Gegend, trinkt Bier und pöbelt Leute an. Im Stich lassen will er sie jedoch nicht. Es sind immerhin seine Freunde. Also verbringt Georg, der inzwischen eine Glatze hat, seine Freizeit mit ihnen gemeinsam: Als er aber den Sozialarbeiter und Taekwondo Trainer Martin kenngelernt gewinnt er wieder ein wenig Abstand. Es kommt jedoch zu einem Zwischenfall, woraufhin Georg vom Training ausgeschlossen wird. Wieder hängt er in der Luft. Eines Tages, als er wieder mit Thomas, Philipp und Reiko unterwegs ist, beginnen die drei einen harmlosen Jugendlichen anzupöbeln. Die Situation beginnt zu eskalieren und Reiko und Philipp fangen an den wehrlosen Jungen zu verprügeln Georg stellt sich auf dessen Seite und auch Thomas versucht ihm zu helfen. Das macht die beiden anderen extrem wütend. Sie lassen von dem Jungen ab und gehen auf Thomas und Georg los. Die beiden werden brutal zusammengeschlagen und von ihren sogenannten "Freunden" auf die schlimmste Weise erniedrigt.
Erst dieser Vorfall lässt die beiden aufwachen und erkennen, dass der Rechtsextremismus nicht der richtige Weg ist. Zusammen beginnen sie von vorn im Taekwondo Club von Sozialarbeiter Martin. Ein scheinbaren "Happy End" könnte man meinen. Für die beiden Jungen vielleicht ein Schritt, um auf den richtigen Weg zu kommen, wie Regisseur Mirko Borscht erklärt. Aber kein "Happy End" in dem Sinne, denn die rechte Szene existiert weiter und das nicht nur im Film!
Kommentar zum Film
"Kombat 16" hat eine wichtige Bedeutung. Das Thema Rechtsradikalismus ist brandaktuell in der heutigen Zeit. Die rechten Gruppierungen haben eine andere Gestalt angenommen. Man erkennt sie nicht mehr an Frisur oder Kleidung. Viele laufen in seriösen Aufzügen rum oder kleiden sich wie die linke Szene. Aber die extremen Rechten haben in den letzten Jahren unheimlich Zulauf bekommen. Die Arbeitslosenquote in Deutschland hat Rekordzahlen erreicht und niemand scheint eine effektive Lösung anzubieten. Kein Wunder, dass die "neuen Rechten" mit ihren direkten Parolen viele Menschen ansprechen, darunter eine hohe Anzahl Jugendlicher. Aus diesem Grund ist es richtig und notwendig Filme wie Kombat 16 zu produzieren und Schülern, sowie Erwachsenen zu zeigen, um das Problem zu verdeutlichen. Dies tut der Film sehr drastisch, teilweise auch zugespitzt. Er schockiert, teilweise mit harten Worten, teilweise mit brutalen Szenen. Der Film hat alle sehr beeindruckt und zum Nachdenken und diskutieren angeregt und sollte auf jeden Fall auch in den normalen Schulunterricht eingebaut werden. Dann das Thema Rechtsradikalismus geht jeden etwas an. Und es ist sehr wichtig, dass man sich damit auseinander setzt und Jugendlichen, die dabei sind in die braune Szene abzurutschen, andere Chancen aufzeigt.




